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Pomeranian Rocky

Rocky ist der Pomeranian auf dem Foto, mit dem seine Besitzerin die
Züchter und Besitzer von betroffenen Hunden vor fünf Jahren zur Teilnahme an
der Studie zur Alopezie an der Universität von Missouri, USA aufgerufen hatte.




Rocky mit 14 Monaten - so hatte er im Jahr 2000 für die
Teilnahme an der "Pom Skin Disease Research" geworben.





Zusammenfassung 2005
Rocky hatte sein Fell ungewöhnlich früh verloren, zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat. Mehrmals in seinem Leben war stellenweise wieder ein wenig Fell gewachsen, aber niemals das ganze Fell, und es war auch nie von normaler Struktur. Mitte 2004, als Rocky sechs Jahre alt war, wuchs das meiste Fell zurück. Es war wolliges Unterfell und als es eine gewisse Länge erreicht hatte, starb es ab. Das meiste davon hat er noch am Körper, aber es fällt langsam wieder aus. Das Fell an seinem Hinterteil und an seiner Rute war nie nachgewachsen.







Rocky als Welpe mit 3 1/2 Monaten


Rocky mit 9 Monaten: Das meiste Fell an seinem
Körper - bis auf etwas Flaum - war bereits ausgefallen.


Rocky mit 21 Monaten

Anfang des Jahres 2003 – Rocky’s Besitzerin erzählt:
Rocky war untypisch jung, als er die ersten Symptome zeigte. Er war erst 6 Monate alt, als sein Fell zu wachsen aufhörte und abstarb. Sein Haar war trocken, unansehnlich und verklumpte, und ging schließlich aus. Als er 10 Monate alt war, war das meiste Fell ausgefallen. Seine Haut war zu dieser Zeit noch rosa und es dauerte länger, bis sie dunkel wurde. Rocky wurde kurz vor seinem 10. Lebensmonat kastriert. Zu dieser Zeit zeigten alle seine Blutuntersuchungen normale Werte. Mit 19 Monaten waren alle Blutwerte außer den Schilddrüsenwerten normal.
Wenn Hunde Haare verlieren und die Haut nicht bedeckt ist, dann wird sie manchmal dunkel. Auf den Fotos, wo Rocky mit 14 Monaten zu sehen ist, hatte die Haut eine graue Schattierung bekommen. Später wurde sie fast schwarz, aber das dauerte eine sehr lange Zeit.
Rocky wird bald fünf Jahre alt und ist weiterhin größtenteils haarlos. Er ist ein schlimmer Fall. Viele BSD/Alopezie X-Hunde haben Haarverlust in einer schwächeren Form, oft nur an ihrem Hinterteil und der Rute. Die schweren Fälle sind natürlich viel schlimmer anzusehen. Manchmal wächst bei Rocky stellenweise etwas Fell (immer symmetrisch an beiden Seiten seines Körpers, außer es ist aufgrund einer Hautverletzung). Wenn das Haar etwa 10 cm an Länge erreicht, dann stirbt es ab. Es hat dann dieses ungewöhnliche ("funky") Aussehen von totem Haar. Es ist sehr trocken, weil es abgestorben ist und gleichzeitig aber auch sehr fettig. Eigenartig. Man kann Rocky baden und bürsten, und einen Tag später sieht sein Haar sehr strähnig und ungepflegt aus. Das Ganze ist sehr traurig. Ich wünschte, jeder Züchter und Besitzer von betroffenen Hunden würde sich an der Alopeziestudie beteiligen.
Rocky hatte immer Fell an seinem Kopf und an seinen Beinen. Ich denke, Pomeranians durchlaufen den Prozeß des Haarverlustes ganz unterschiedlich. Einige bekommen zuerst schwarze Haut und verlieren dann ihr Fell (höchstwahrscheinlich schon totes Fell), während andere ihr Fell verlieren und die Haut dann dunkel wird. Sogar Rocky’s Haut hat verschiedene Schattierungen von schwarz und grau und es wechselt ständig. Es ist ein sehr eigenartiger Verlauf. Es gibt so viele Szenarien.
Ich habe noch zwei Pomeranians als Familienhunde und zwei Champions. Sie alle sind bei weitem einfacher zu pflegen als Rocky. Er muß ständig gebadet werden und er mag es einfach nicht mehr. Das Fell, das wieder gewachsen ist, ist nicht normal. Es ist verklumpte Unterwolle, die sofort wieder verknotet, sobald sie ausgekämmt ist. Er mag es überhaupt nicht, gebürstet zu werden und führt sich auf, als würde seine Haut dabei weh tun. Es ist sehr traurig, tagein und tagaus damit zu leben. An manchen Tagen möchte ich mit ihm weinen.
Rocky scheint ansonsten sehr gesund zu sein und hatte - außer dem Haarverlust - keine physischen Krankheitssymptome.
Psychische Veränderungen hat er erst seit dem Fellverlust, er ist mißtrauisch gegenüber Menschen, hat Angst vor vielen Fremden, er ist sehr sensibel, nervös und scheint in hormoneller Hinsicht regelrecht verrückt zu spielen. Er ist und bleibt trotz allem mein Freund.

Während meiner jahrelangen Arbeit in einer großen Tierarztpraxis habe ich Hunde vieler verschiedener Rassen mit echter Schilddrüsenunterfunktion gesehen, und einige dieser Pomeranians, die "es mit der Schilddrüse haben", haben ein solches Problem und noch viel mehr. Es scheint mir, die Schilddrüsenunterfunktion ist ein Symptom von was auch immer bereits nicht in Ordnung ist.
Als Kind hatte ich einen Pomeranian, der eine echte Schilddrüsenunterfunktion hatte und die Symptome und das Aussehen wie Hunde anderer Rassen mit diesem Problem hatte. Er hatte niemals diesen eigenartigen Haarausfall, nur trockene, schuppige Haut und ein unansehnliches Fell, wenn er nicht behandelt wurde. Die Pomeranians, die das meiste von ihrem Fell verlieren und grau/schwarz werden, haben meiner Meinung nach viel mehr als nur ein Schilddrüsenproblem.
Als "es" begann, waren Rocky’s Schilddrüsenwerte normal. Er war 9 Monate alt, als er daraufhin untersucht wurde, und meine Tierärztin sah überhaupt keine Veranlassung, seine Schilddrüsenwerte noch einmal zu untersuchen. Aber da so viele BSD-Pomeranians niedrige Schilddrüsenwerte haben, bestand ich darauf. Nur neun Monate später waren seine Schilddrüsenwerte fast null. Fünf von neun Tests zeigten null und die anderen vier Tests zeigten sehr, sehr niedrige Werte.
Ich könnte meinen Kopf in den Sand stecken und sagen, "er hat nur ein Schilddrüsenproblem". Aber er hat mehr als das.
Meine Tierärztin hatte noch nie so etwas wie bei Rocky gesehen, und ihr Partner ist ein Hautspezialist! Tierärzte wissen nicht einmal, was sie mit diesen Hunden machen sollen, - deshalb müssen wir den Spezialisten, die es erforschen wollen, Proben von so vielen betroffenen Pomeranians wie möglich zukommen lassen. Rocky’s Züchterin und die Züchterin ihrer Hunde haben Proben von allen seinen lebenden Verwandten für die Studie eingereicht. Trotzdem fehlen viele seiner kritischen lebenden Verwandten, da sich manche Leute weigern, daran teilzunehmen.

Ich bin realistisch genug, um zu wissen, daß der Erfolg, der von dieser Studie kommen könnte, wohl kaum zu Rocky's Lebzeiten geschieht, aber es könnte eines Tages geschehen und dann eine enorme, positive Auswirkung auf die Rasse haben.







© 2000-2005
Besonderen Dank an Rocky und seine Besitzerin für die Geschichte, Informationen und Fotos!


Fotos © Rocky's Besitzerin



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