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Dies ist eine - überarbeitete - Zusammenfassung der Informationen aus den ersten öffentlichen Berichten
über die Erfahrungen, die Besitzer von Pomeranians mit ihren betroffenen Hunden gemacht haben.

Informationen und eine kurze Beschreibung des Verlaufs
von "Black Skin Disease" (Alopecia X) beim Pomeranian


Es gibt zwei typische Formen. Zum einen gibt es Pomeranianwelpen, die ihr Welpenfell nicht im üblichen Alter von 4-6 Monaten verlieren. Oft haben diese Welpen ein besonders dickes, watteartiges Fell. Sie behalten es bis zum Alter von etwa 9-14 Monaten, dann geht das Fell ganz aus und die Haut verfärbt sich grau-schwarz.
Zum anderen gibt es Pomeranians, die den ganz normalen Fellwechsel als Welpe durchmachen und ein normales Erwachsenenfell bekommen. Im Alter von 2-3 Jahren zeigen sich erste kahle Stellen an den Hinterbeinen und an den Seiten des Tieres. Die Haare am Körper fallen schließlich ganz aus, bis auf das Fell am Kopf und an den Beinen. Die Haut des Hundes verfärbt sich meistens grau-schwarz. Deshalb wird dieser Haarverlust von den Züchtern als "Black Skin Disease" (BSD) bezeichnet. Die heute offizielle Bezeichnung dafür ist "Alopecia X".
BSD scheint vermehrt bei Rüden aufzutreten, aber auch Hündinnen können davon betroffen sein. Die Symptome treten zwar typischerweise nach dem Welpenalter oder bei Hunden im Alter von 2-3 Jahren in Erscheinung, jedoch sind auch Fälle bekannt, in denen dieser Haarverlust bei Hunden erst in einem so hohen Alter wie 10-12 Jahren vorgekommen ist.
Bei den meisten Hunden zeigen die Untersuchungen einschließlich Blutuntersuchung keine Auffälligkeiten und die Hunde müßten - abgesehen von den äußerlichen Symptomen - als gesund eingestuft werden. Einige Hunde haben einen niedrigen Schilddrüsenwert, aber es wird angenommen, daß dies beim Pomeranian rassebedingt ist, da ein niedriger Schilddrüsenwert auch bei vielen Hunden festgestellt wird, die ein gesundes Fell haben.
Die von BSD betroffenen Hunde werden bei niedrigem Schilddrüsenwert zunächst mit Schilddrüsentabletten behandelt, zeigt dies keine Wirkung, wird üblicherweise Melatonin verabreicht, und bei weiterhin ausbleibendem Erfolg zur Kastration geraten. Dies bringt in manchen Fällen Erfolg, jedoch verlieren viele Hunde kurze Zeit nach der Kastration wiederum ihr Fell.
Es kommt aber auch vor, daß das Fell bei betroffenen Hunden nach einigen Jahren auf einmal wieder wächst.
Viele Pomeranians mit BSD haben eine normale Lebenserwartung, jedoch wird auch von Hunden berichtet, bei denen der Haarverlust mit einer Vielzahl weiterer Gesundheitsprobleme einherzugehen scheint, und die kein hohes Alter erreichen.
Dieser Haarverlust ist sehr häufig in den Rassen Pomeranian, Keeshond, Samojede, Chow Chow, Pudel, Alaska Malamute und Sibirischer Husky zu finden.
Es wird vermutet, daß es sich hierbei um Störungen im endokrinen System des Hundes handelt, die jedoch bis heute noch nicht vollständig erforscht werden konnten.







("Der Deutsche Spitz" Nr. 179, März 2003)
© 2002, B. Sovonja


Richtigstellung:

Im gedruckten Artikel hatte sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Die Rasse Chihuahua stand nicht in der ursprüglichen Auflistung und gehört auch nicht zu den von Alopezie X betroffenen Rassen. Bei der beim Chihuahua vorkommenden Alopezie handelt es sich um die Farbmutantenalopezie (Color Dilution Alopecia), von der nur Tiere mit verdünnter Fellfarbe, wie z.B. der Farbe "blau", betroffen sind.
Am häufigsten tritt die Farbmutantenalopezie bei Pinschern auf, wo sie auch unter dem Namen "Blaues Dobermann-Syndrom" bekannt ist. Auch beim Pomeranian kommt die Farbmutantenalopezie vor. Da sie sich ausschließlich auf die Fellbereiche mit der verdünnten Farbe beschränkt, sind z.B. bei Schecken die weißen Partien des Fells nicht betroffen. Es handelt sich hierbei nicht um Alopezie X.



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Informationen und eine kurze Beschreibung des Verlaufs von BSD beim Pomeranian - © 2002 Brigitte Sovonja